Galuske 2009, S. 296 ff; vgl. Die Herausbildung von Entscheidungsautonomie, die in „eigenständiger Sachverständigkeit“ oder anders ausgedrückt einer Fachautorität sozialer Arbeit mündet, wie von Otto/ Utermann bereits in den frühen 1970ern beschrieben, heben spätere Autoren noch deutlicher hervor. Differenziert man genauer, sind es insgesamt noch weniger Männer, die direkt mit den Kin­dern arbeiten: im März 2007 lag diese Quote bei 3 % (Statistisches Bundesamt 2009a). Tageseinrichtungen für Kinder sind somit ein Teil der primären Sozialisation der Kinder außerhalb der Familie. ... ihren geschlechtsbewussten Ansatz sowohl in der Arbeit mit den Kin-dern als auch mit den Personen, die für ein Kind Elternfunktion über- Am 31.12.2002 verzeichnete die Kinder- und Jugendhilfestatistik insgesamt 374.170 Beschäf­tigte, von denen 14.359 Männer und 359.811 Frauen waren (Statistisches Bundesamt 2004b, S. 13). Bildung im frühkindlichen Bereich meint in diesem Zusammenhang einen qua­litativen Prozess, bei dem „Stichworte [wie] ,Bildung als Selbstbildung‘ und ,Bildung als zentrale Ressource der Lebensführung‘ oder ,Bildung als Lebenskompetenz‘ eine zentrale Rolle“ (Münchmeier/ Rabe-Kleberg 2008, S. 356) spielen. Die soziale Dienstleistung direkt „am“ Klien­ten ist die grundlegende Pflicht in der Frühpädagogik. 4.2.2 Der BayBEP 3.4.5 Das Konzept der Lebensweltorientierung Demzufolge werde ich die Begriffe soziale Arbeit, Sozialpädagogik sowie Sozialarbeit synonym verwenden. Prävention selbst stellt für diesen Zustand eine methodische und planerische Intervention dar, weil sie vorbeugende Rahmenbedingungen schafft, die durch Vorhandensein oder Abwe­senheit bestimmter Faktoren Einfluss nehmen mit der Absicht, ein bestimmtes Ziel zu errei­chen. Angesichts der Vielfalt an Themen und Arbeitsfeldern kann es keine Super-Methode geben, die allen Personen, Problemen und Situationen vom Kindergarten bis zur Knast-sozialarbeit genügt. - „Kindern in einer wertschätzenden Weise Orientierung geben, indem erwachsene Bezugs­personen ihnen gegenüber klare Standpunkte beziehen und Grenzen setzen“ (StMAS/ IFP 2007, S. 28) sowie 3.4.1 Die zwei Ebenen von sozialer Arbeit Leppin 2004, S. 31 ff): (1) Primärprävention, das bedeutet, das Auftreten von Problemen verhindern zu versuchen durch Stärkung von Gesundheit bei fehlender oder nicht verfestigter Symptomatik; Böhnisch/ Funk 2002, S. 13) richten. Böhnisch 2005, S. 117). für den Jungen nicht sichtbar“ (2005, S. 115) werden und sich deshalb ein einseitiges Männerbild bezüglich des Gender herausbil­det, Kinder im Vorschul- und Grundschulalter aber noch kein geschlechterdiskriminierendes Verhalten zeigen (ebd., S. 114).Wenn es sich dabei also um ein gesamtgesellschaftliches Phä­nomen handelt, wird eine Kindertageseinrichtung, die vergleichsweise mehr Männer einstellt, auch nicht „die“ Lösung sein. Es handelt sich um einen Prozess der selektiven Aneignung innerhalb einer sozialen Umgebung, der in Anleh­nung an den Sozialisationsbegriff durch Sprache und Symbole stattfindet, keinesfalls um blo­ße Anpassung (vgl. Zusammenfassung. 5.2.1 Das „Theaterraumprojekt“ (2) Sekundärprävention, das heißt, dass frühzeitig bei Risiko oder Symptomatik eingegriffen wird mit dem Ziel, ein Problem zu lösen oder dessen Auswirkungen zu lindern; Oberhuemer 2004, S. 364 ff; vgl. Schon allein deswegen, weil es so schwierig scheint, sich einen typi­schen Moment sozialpädagogischer Intervention vorzustellen. Jahrhunderts wurden Rahmenkonzepte für Kindertageseinrichtungen entwickelt, die „Persönlichkeitsentwicklung des Menschen sowie entsprechende Bildungsziele und -pro­zesse“ (ebd., S. 25) als elementare Bestandteile der frühkindlichen Erziehung berücksichtigen. Während beispielsweise der Grad der Klientenbezogenheit (a): direkte Arbeit mit dem Klien­ten auf der Ebene (1): personen- und gruppenbezogenen Ebene dadurch gekennzeichnet ist, dass es einzelne Individuen oder Beziehungskonstellationen zwischen einzelnen Individuen sind, die eine Intervention erfordern, sind es auf der Ebene (2): strukturzentrierten Ebene strukturelle Rahmenbedingungen (die irgendwo im Umfeld der Einrichtung liegen), die ein Eingreifen legitimieren. Dadurch könnten kurzfristig mehr Personen eingestellt werden, die einen Berufsabschluss haben, der keine spezielle Qualifizierung für den Elementarbereich darstellt. 3.1.2 Betreuung Die Er­ziehung schafft dadurch Kategorien, die weder festgeschriebene Werte darstellen, noch sind sie selbst wertfrei. nach Hollstein 1973, S. 35 f). Leppin 2004, S. 34 ff). Schlattman/ Tietze 1999, S. 21 f): - Kinderkrippen, Neueste Entwicklungen, dass die Anforderung an pädagogi­sche Qualität und an Bildungsqualität im Elementarbereich (vgl. (c) nicht direkt klientenbezogene Arbeit mit Dritten. Darüber hinaus liefert die Einführung eine Orientierung über die … Aufgrund der besonderen Bedeutung der ersten Lebensjahre, also der primären Sozialisation, als Grundstein für das spätere Leben (vgl. Es ist durchaus denkbar, dass es in den nächsten Jahrzehnten einen Diskurs über genauere Ausdifferenzierung zwischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik geben wird. Berufsakademie Thürigen in Gera). 6.2 Transitionen gelingend gestalten: ein Idee am Beispiel Schweden, Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten. Finanziert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, LV Berlin, Galuske, M. Bereits in der Abstu­fung von direkter Arbeit am Klienten zur klientenbezogenen Arbeit mit Dritten verschiebt sich der Kompetenzbereich von Berufsgruppen: Während Erzieherinnen beides übernehmen, handeln Kinderpflegerinnen schwerpunktmäßig in einem Bereich direkt mit dem Kind: Kin­derpflegerinnen führen weniger (geplante) Elterngespräche und wirken zum Beispiel beim Beantragen von Fördergeldern (etwa bei der Beantragung des Integrationsstatus für ein Kind) in der Regel nicht mit. Erziehungsfelder, Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Integration, Vernetzung, Kinder mit Migrationshintergrund, Sprachförderung, Gruppenleitung, Erzieherin-Kind-Beziehung, Partizipation, Kita-Leitung, Organisatorisches, Teamarbeit, Träger, Verbände, Jugendämter, Fachberatung, Kita-Recht, Jugendhilferecht, Arbeitsrecht, Psychologie, kindliche Entwicklung, Bindung, Familienprobleme, Soziologie, Familienformen, Elternschaft, Kindheit. Ein Wörterbuch definiert „Pflege“ als „Versorgung und Betreuung hilfebedürftiger Menschen“ (Bünting/ Karatas 1996, S. 872) und „pflegen“ unter anderem als „jemanden Pflege, Aufmerksamkeit, Bemühungen zukommen lassen“ (ebd.). Dennoch: der Angestellte im Jugendamt scheint so etwas wie eine Rollenzuschreibung zu haben. Zusammen mit den Erzieherinnen repräsentieren die Kinderpflegerinnen die typischen Berufe in der Elementarerziehung. Dennoch ist davon auszugehen, dass Kinder durch eine Umge­bung, die der natürlichen Geschlechterverteilung nahe kommt, realistischer mit gesellschaftli­chen Settings konfrontiert werden und mehr männliche Angestellte in Kindertageseinrichtun­gen Diversität und Facettenreichtum in der frühkindlichen Erziehung fördern. Der Begriff der Sozialraumorientierung ist ein sehr schillernderTerminus, der je nach Theori… Während meines Studiums der sozialen Arbeit an der Berufsakademie Gera habe ich in den Praxisphasen bei der Evangelischen Kindertagesstätte Großinzemoos im Landkreis Dachau in Oberbayern gearbeitet. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge 2005, S. 543 f; vgl. Weiterhin betont er: „Ohne die Entwicklung verbindlicher Handlungsmethoden keine nach­haltige Verberuflichung - und schon gar keine Professionalisierung“ (Galuske 2008, S. 205). - Erzieherinnen, vor allem in integrativen Einrichtungen Heilpädagoginnen, Dennoch ist die soziale Arbeit aufgrund des­sen, dass sie mit Menschen zusammenarbeitet, gezwungen, sich theoretische Grundlagen an­derer Professionen, wie beispielsweise der Psychologie oder der Soziologie zu entleihen. Ein Zugang zu dem, was als professionell, Professionalität, oder Profession bezeichnet wird, erfolgt in der Fachliteratur durchaus unterschiedlich. Der Klient steht im Mittelpunkt sozialer Arbeit. 5.2.3 Konzeptionelle Arbeit und Qualitätsmanagement https://www.kindergartenpaedagogik.de/zum-weiterlesen/buecher-zur-kindertagesbetreuung/paedagogik/896, Copyright © Dr. Martin R. Textor, Fichtestraße 14a, 97074 Würzburg, Homepage: www.martin-textor.de • Alle Rechte vorbehalten. Als „Frühpädagogik“ wird ein Feld der Pädagogik bezeichnet, welches sich mit den Lebens­jahren von der Geburt bis zur Einschulung beschäftigt. Die Frage ist, ob mehr männliche Angestellte in Kindertagesein­richtungen ganz allgemein für ein reflexiveres Geschlechtsrollenverständnis - also dem fest­gefahrenen Verständnis von Gender entfliehend - sorgen und speziell dazu beitragen können, Jungen bei der Findung männlicher Identität zu unterstützen. Erziehung ist ein Bestandteil des Förderauftrages für Kindertageseinrichtungen nach § 22 Abs. Soziale Arbeit ist die Bezeichnung einer angewandten Wissenschaft, die seit den 1990er-Jahren als Ober- und Sammelbegriff der traditionellen Fachrichtungen Sozialpädagogik und Sozialarbeit gebraucht wird. Aus der Gender-Problematik ergeben sich Geschlechterrollen sowie die Geschlech­terrollenidentität als typisch Männlich und typisch Weiblich. Sie stehen in einer Wechselwirkung zueinander. Schema 2: Zwei Ebenen sozialer Arbeit abgestuft nach dem Grad der Klientenbezogenheit. 3 SGB VIII. 5.2 Soziale Arbeit im Kontext von strukturellen Veränderungen auf Einrichtungsebene 3.1 Fachspezifisches der Frühpädagogik Heiner unterscheidet zwei Perspektiven, die sich dabei herausgebildet haben (2004, S. 16): (a) eine berufsstrukturelle, welche die Autonomie und Abgrenzung sozialer Arbeit als Ge­genstandsbereich gegenüber anderen Professionen betont und Im allgemeinen Verständnis geht es bei Prävention darum, „den Eintritt eines unerwünschten Zustandes zu verhindern“ (Galuske 2009, S. 301), „in der Gegenwart etwas zu unternehmen, um unangenehme oder unerwünschte Zustände in der Zukunft zu vermeiden“ (Leppin 2004, S. 31), negative Einflüsse zu beseitigen, die „nicht auslöschbar sind und psycho-soziale Fol­gen haben“ (Albrecht 2008, S. 55) und „den Status quo des Nicht-, Nicht so- oder Nicht hier­Eingetretenseins eines Ereignisses zu erhalten“ (Ziegler, zit. geben. Der Begriff der Pflege ist im sozialen System in Deutschland vor allem in den Bereichen Krankheit und Behinderung geläufig. Die AVBayKiBiG beispielsweise unterscheidet im § 16 in „pädagogische Fachkräfte“, zu denen die Erzieherinnen gehören, und „pädagogische Ergän­zungskräfte“, zu denen Kinderpflegerinnen gezählt werden. Kant schreibt der Erziehung die Aufgabe zu, den Menschen als biologische Frühgeburt zu einem sozio-kulturellen und metaphysischen Wesen zu machen: „Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Der Begriff ist zu sehen als Sammelbegriff für alles, was während der Verweildauer eines Kindes in einer Kindertageseinrichtung geschieht: dazu gehören Bildung, Erziehung, Pflege, Freispielzeiten. Das bedeutet, dass die allgemeinen Rahmenbedingungen so gestaltet sein müssen, dass Kinder mit Problemverhalten grundsätzlich im System Kindergarten einen Lebensraum vorfinden, in dem sie mit ihren besonderen Bedürfnissen aufgenommen werden und Anschluss finden können. Hier sind die Eltern unzufrie­den, fühlen sich nicht gerecht behandelt und wollen ihr Kind zurück, da klagt ein Steuerzahler über die Verschwendung „seines“ Geldes, dort ist die Rede vom Überwachungsstaat, und die Presse fragt, wie es überhaupt zu solch einer Verwahrlosung kommen konnte. Es ist zu bemerken, dass der Mensch nur erzogen wird, durch Menschen, die eben­falls erzogen sind“ (zit. Innerhalb dieser Prozesse obliegt den Eltern der gesetzliche Erziehungsauftrag für i… Mit der Professionalisierung ist somit eine Umorientierung oder Neukonstruktion der Berufsidentität verbunden. Ist die Inobhutnahme durch das Jugendamt ein solcher typischer Moment? Das Fachlexikon der Sozialen Arbeit schreibt der Professionalisierung beispielsweise „Begrün­dung einer eigenständigen beruflichen Identität in einer modernen Gesellschaft“ (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge 2005, S. 729) zu. - Kinderpflegerinnen, vor allem in integrativen Einrichtungen Heilerziehungspflegerinnen, Methoden der Sozialen Arbeit In der Frühpädagogik ist der Begriff in erster Linie an­ders zu verstehen. 3.4.10 Das Bild des praktizierenden Philosophen 1 Kinderkrippen als „Kindertageseinrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Kinder unter drei Jahren richtet“, Kindergärten als „Kin­dertageseinrichtungen, deren Angebot sich überwiegend an Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung richtet“ und Häuser für Kinder als „Kindertageseinrichtungen, deren An­gebot sich an Kinder verschiedener Altersgruppen richtet.“ Diese Einrichtungen haben einen Förderauftrag, der nach § 22 Abs. Es ist davon auszugehen, dass der aktuell schon erhöhte Personalbedarf in der Frühpädagogik auf­grund gesetzlicher Veränderungen in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird (vgl. In Zusammenhang mit der Ebene (2): strukturzentrierte Ebene bedeutet der Grad der Klien­tenbezogenheit (b): klientenbezogene Arbeit mit Dritten, dass aufgrund einzelner Kinder oder Bezugsgruppen in der Einrichtung Vernetzungen mit dritten Diensten (Einrichtungen, Ämter, Fachkräfte, etc.) (3) Tertiärprävention, das heißt, mit einem erreichten Zustand der Problemsituation umgehen zu lernen und weitere eventuelle Folgen abzuwenden. Wird der Arbeitsbereich des Sozialarbeiters im Jugendamt durch Gesetze, Dienstanweisun­gen, etc. Wenn wir also den Bereich frühkindlicher Bildung betrachten, handelt es sich dabei nicht im schulischen Verständnis um „Vermittlung und Aneignung von Wissen und Fertigkeiten“ (Pietz 2003b, S. 24), sondern um individuelle Strategien, Wissen und Fertigkeiten aufzuneh­men, zu verstehen, zu konstruieren und zu erklären; als Ausgangspunkt für Lernen. Der Sozialarbeiter ist nicht der klassische „Frühpädagoge“, sondern beachtet in erster Linie Problemstellungen in der Einrichtung, deren störende Einflüsse auf verschiedene Adres­saten (Kinder, Mitarbeiter, Eltern) von keiner anderen Berufsgruppe abgedeckt werden. Beispielsweise gibt es die Kinderpflegerinnen, die den Begriff in ihrer Be­rufsbezeichnung tragen. Ich möchte daraus eine erste Arbeitsregel aufstellen: Die erste Arbeitsregel für Sozialarbeit im Bereich der Frühpädagogik lautet, dass der Sozi­alarbeiter vor allem auf einer strukturzentrierten Ebene planerisch und konzeptionell tätig ist, dabei das „Ganze“ einer Problemsituation auf lange Zeit berücksichtigt.